Serienmittwoch: Rückblick – bisherige Tops und Flops 2016

Hart of Dixie, Mad Men, How I Met Your Mother

Foto: Peter Pham CC BY 2.0 ; lizard mama CC BY 2.0 ; Melanie Nees

Über diese drei Serien wollte ich schon länger mal was loswerden, heute habe ich die perfekte Gelegenheit entdeckt: Bei der Bloggeraktion „Serienmittwoch“ von Corly geht es diese Woche darum, welche Serien man bisher in diesem Jahr gesehen hat, was die Highlights waren und was eher ein Flop. Ich habe einen Top, einen Top-Flop und einen Flop dabei. Außer diesen drei Serien habe ich auch noch New Girl und Big Bang Theory (weiter) geschaut in diesem Jahr, aber dazu gibt es bereits Beiträge auf meinem Blog (Rezension New Girl und Was mich an Big Bang Theory furchtbar nervt), die ich auch für die neueren Staffeln weiterhin unterschreiben würde.

Top: Hart of Dixie

Ich bin der allergrößte O.C. California-Fan, den man sich vorstellen kann, habe jede Staffel schon etwa fünf Mal angeschaut und würde es jederzeit wieder tun. Da kann ich mir eine Serie, deren Produzent der Drehbuchautor und Produzent von O.C. ist natürlich nicht entgehen lassen. Auch eine Hauptdarstellerin haben die beiden Serien gemeinsam: Rachel Bilson. Auf Hart of Dixie bin ich bei der Bloggeraktion Top Ten Thursday zum Thema Serien aufmerksam geworden. Es geht um die junge Ärztin Zoe Hart, gespielt von Rachel Bilson, die von New York in die Kleinstadt Bluebell zieht, da ihr leiblicher Vater, von dem sie nichts wusste, ihr seine Praxis vererbt hat. Dort hat Zoe es nicht leicht: In einer Kleinstadt voller Traditionen, Einwohner, deren komplettes Leben sich um Bluebell dreht, und so manchen Klatschweibern muss sich die New Yorkerin einiges anhören und sich immer wieder beweisen. Doch so langsam wächst ihr Bluebell ans Herz – und auch einige Bürger der Kleinstadt. Die große Frage, die für die nötige Spannung sorgt und dafür sorgt, dass man an der Serie hängen bleibt: Wer mit wem?
Nachdem maxdome die Serie im Januar ohne Vorwarnung aus dem Monatspaket genommen hat, kann ich jetzt endlich auf sixx weiterschauen (Montag bis Freitag um 17.25 Uhr und für einige Tage nach der Ausstrahlung auch in der sixx-Mediathek – aber Achtung, dort wimmelt es von Bildern mit Spoileralarm hoch hundert). Jetzt, da ich etwas Distanz zu der Serie hatte, kommt mir manches ein bisschen albern vor, das nimmt zu in der zweiten Staffel, aber das macht die Serie irgendwie auch aus, dass sie das Kleinstadtleben etwas parodistisch und daher überzogen darstellt.
O.C. California wird so leicht nichts toppen können, aber Hart of Dixie lässt mich meine Lieblingsserie ein bisschen weniger vermissen und hat etwas, das ich seit dem Ende von O.C. (nach der vierten Staffel, wie auch Hart of Dixie 😦 ) bei keiner Serie mehr in dem Maß erlebt habe: wundervolle, immer genau zur Stimmung passende Musik, die einen deutlich mehr in die Handlung eintauchen lässt, als wenn im Hintergrund Stille herrscht.

Top-Flop: How I Met Your Mother

Mein Freund hat die Serie schon einmal durchgeschaut, es gibt alle Staffeln auf maxdome und als mal ich krank war, habe ich mehrere Folgen am Stück auf Pro7 angeschaut, was mich dann im Gegensatz zu den dutzenden Einzelfolgen, in die ich mal reingeschaltet habe, doch in den Bann gezogen hat. Also habe ich mit meinem Freund zusammen die kompletten neun Staffeln auf maxdome angesehen. Das war ein ständiges Auf und Ab. Mal lacht man sich im Minutentakt kaputt und es passiert viel Spannendes in Sachen Beziehungen der Hauptpersonen, mal sind die Witze doch etwas zu oft ein Stockwerk zu tief in den Keller geklettert und die Handlung geht überhaupt nicht voran. Irgendwann in der zweiten Hälfte der Serie haben die Drehbuchautoren ihr Talent für Cliffhanger entdeckt, was sie ab und zu mal durchblicken lassen und damit dafür sorgen, dass man direkt auf die nächste Folge klickt. Aber die How I Met Your Mother-Achterbahnfahrt endet letzendlich mit einem 90-Grad-Abwärts-Sturzflug. Wie kann man eine ganze Serie darum bauen, dass die Hauptperson erzählt, wie er DIE EINE kennengelernt hat, nur um sie dann blitzartig sterben zu lassen und Platz für die Zweite DIE EINE (man merke den Widerspruch) zu machen, bei der zwischendurch schon hundert Mal bewiesen wurde, dass sie nicht die Richtige für ihn ist, sondern für seinen Freund Barney (mehr dazu beim Serienmittwoch zum Thema Pärchen). Auch wenn ich natürlich, wie immer wenn man eine Serie nach der Erstaustrahlung erst sieht, schon viel zu viele Spoiler zum Ende mitbekommen hatte – als ich das komplette Ende erfahren habe, ist mir die Kinnlade runtergefallen und wollte so schnell nicht wieder hochkommen. Es muss nicht immer ein Friedefreudeeierkuchen-Ende sein, aber wenn man mit dem Ende die komplette restliche Serie ad absurdum führt, dann regt mich das furchtbar auf (wie auch bei Desperate Housewives).

Flop: Mad Men

Auch hier gibt es die komplette Serie (sieben Staffeln) auf maxdome. Ich habe es allerdings nur bis Folge 10 von Staffel 1 geschafft. Die Serie spielt in den 60ern und handelt von Don Draper, dem Creative Director einer Werbeagentur, der seine Ehefrau, mit der er zwei Kinder hat, immer wieder betrügt und eine geheimnisvolle Vergangenheit hat. Was in Dons Vergangenheit vorgefallen ist, bringt Spannung in die Serie. Das große Problem: Die Auflösung zieht sich nicht, wie man es sich wünschen würde, wie ein roter Faden durch die Serie, sondern wird eher wie ein rotes Tuch alle paar Folgen mal wieder in die Hand genommen. In der Zwischenzeit betrügen und saufen Don und seine Kollegen was das Zeug hält. Das wurde mir irgendwann zu doof. Was mich außerdem gestört hat, ist, dass die Serie den Begriff Drama etwas zu ernst nimmt. Ja, das Leben kann sehr dramatisch sein, aber wenigstens ab und zu Mal passiert auch irgendwas Gutes (und damit mein ich nicht, dass man genüsslich einen Whiskey schlürft und drei Tonnen Muscheln ist – was alsbald bestraft wird, weil es furchtbar ungesund ist). Noch dazu konnte ich beim besten Willen keine Person finden, die mir sympathisch war und das brauche ich, damit mir eine Serie gefällt. Keiner der Charaktere scheint so etwas wie ein Gewissen zu haben beziehungsweise wenn doch, hat jeder dafür einen Ein-Aus-Schalter, der nie klemmt.

Hier geht’s zu den Beiträgen der anderen Serienmittwoch-Teilnehmer.

Welche Serien waren Eure bisherigen Highlights und Tiefpunkte des Jahres? Was haltet Ihr von meinen Tops und Flops?

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5 Gedanken zu „Serienmittwoch: Rückblick – bisherige Tops und Flops 2016

  1. Pingback: Blogparade: Antiheld – die „echten“ Protagonisten | Mein Medienguide

  2. Pingback: Freitags-Füller: Twitter, Rebuy, My Blueberry Nights, The Good Wife,… | Mein Medienguide

  3. Huhu,

    Wow, das ist aber ein langer Beitrag. Ich kenne die Serien vom Namen her. Gesehen hab ich aber nur O.C. Allerdings nur die erste Staffel. Mag die Serie, aber so ein großer Fan wie du bin ich nie gewesen. Wobei seinerzeit vielleicht schon. Aber irgendwie hab ich es dann nicht mehr weiter verfolgt.

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

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