Warum ich lese

warumichlese

Sandro vom Literaturblog novelero machte sich vor kurzem Gedanken darüber, wie er zum Lesen kam und warum er liest. Dutzende andere Blogger zogen nach und nun soll das Ganze als Buch erscheinen. Bis heute kann jeder, der möchte, noch mitmachen. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Nicht nur schreiben ist schon seit ich die Fähigkeit erlernt habe meine Leidenschaft, wie ihr gestern an Kostproben aus meinen Kurzgeschichten aus der Grundschulzeit sehen konntet. Auch lesen ist schon seit ich es kann ein nicht wegzudenkender Teil meines Lebens. Und zwar deshalb:

Als ich lesen gelernt habe, las ich vor Begeisterung jedes Straßenschild laut vor. Doch weil meine Eltern mir schon zuvor vorgelesen hatten, wusste ich, dass es noch etwas viel interessanteres gibt, das man lesen kann: Bücher. Als erstes verschlang ich alle 27 Bände von Hanni und Nanni. Ich weiß noch genau, dass ich Band 11 innerhalb eines Tages gelesen habe. Da war ich stolz. Bis jetzt, da ich 24 Jahre alt bin, gab es keine Zeit, in der ich nicht regelmäßig gelesen habe. Als Jugendliche war ich Dauergast in der Bibliothek.

Aber warum? Als ich ein Praktikum bei einem Psychologiemagazin absolvierte, habe ich eine Medienwissenschaftlerin zu Idolen von Jugendlichen interviewt. Sie erklärte, dass pubertierende Jungen und Mädchen sich ihre Idole danach aussuchen, was sie gerade beschäftigt, zum Beispiel Träume von der ersten Beziehung (dann ist man Fan eines Stars, den man attraktiv findet) oder Rebellion gegen die Eltern. Ich glaube mit Büchern ist es genau so. Jenachdem, was im eigenen Leben gerade so los ist, was einem Kopfzerbrechen bereitet oder auch nur im Unterbewusstsein brodelt, lässt einen zu ganz bestimmten Büchern greifen.

In der Grundschule habe ich Hanni und Nanni gelesen, weil Freundschaft ein großes Thema für mich war. Darüber schrieb ich auch selbst mehrere Kurzgeschichten. Als Jugendliche las ich zahlreiche Bände aus der Reihe „Freche Mädchen, freche Bücher“, in denen es neben Freundschaft vor allem um die erste große Liebe ging. Gerade habe ich „Morgen kommt ein neuer Himmel“ gelesen. Dieses Buch dreht sich darum, Jugendträume nicht aufzugeben und nicht aus Bequemlichkeit ein Leben hinzunehmen, das zwar nicht schlecht ist, aber eben auch nicht wirklich glücklich macht. Ich selbst grüble gerade darüber, ob ich meinen Kindheitstraum, Journalistin zu werden, nach einem abgebrochenen Volontariat (das leider viel mehr Ausbeutung als Ausbildung war) weiter verfolgen soll. In Situationen wie diesen kann ein Buch Mut machen, einen auf neue Ideen bringen, ein Tritt in den Hintern sein,… Es sind viel mehr Bücher ein Ratgeberbuch als nur die, die tatsächlich so genannt werden.

So, Schluss mit dem Psychologen-Geblubber. Es gibt noch einen ganz einfachen Grund, warum ich lese: Es macht Spaß. Warum sollte ich etwas,
– das mich manchmal so fesselt, dass ich lieber in Kauf nehme, dass meine Blase platzt, als dass ich das Lesen für zwei Minuten unterbrechen muss,
– das mich zum Lachen bringen kann,
– das mich entspannen und alles andere vergessen lässt,
nicht tun? Das wäre ziemlich blöd von mir.

Leider kann man nur noch heute an der Aktion teilnehmen und auch nur, wenn man einen Literaturblog führt. Falls Ihr es heute nicht mehr schafft, teilzunehmen oder kein Blogger seid, könnt Ihr sehr gerne hier in die Kommentare schreiben, warum ihr lest und wie ihr dazu gekommen seid 😉 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s