Blogparade eigener Film: Handlung, Darsteller, Genre,…

blogparade eigener film

Eine meiner Lieblingsbloggerinnen, Frau Margarete, veranstaltet eine wundervolle Blogparade, bei der ich heute mitmache. Es geht darum, sich auszumalen, wie ein eigener Film aussehen würde, wenn man vollkommen freie Hand und ein unbegrenztes Budget hätte. Nach viel Grübelei beim Inhalt und wenig Grübelei bei allem anderen ist bei mir Folgendes dabei herausgekommen:

Titel
Flieg! – weil die Hauptperson sich selbst in einem Käfig eingesperrt hat und wieder lernen muss, zu fliegen.

Inhalt
Also auf jeden Fall brauche ich eine Hauptfigur, die nicht so ganz alle Tassen im Schrank hat, das sind immer die faszinierendsten (Sheldon, Sherlock, Don („Das Rosie-Projekt“), alle Charaktere aus „New Girl“,…). Meine Wahl ist auf eine Studentin, Lena, mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung gefallen. Sie ist der unentspannteste Mensch, den man sich vorstellen kann, plant alles minutiös durch, überlässt nichts dem Zufall, muss immer Ordnung um sich herum haben, vor allem in ihrer Wohnung. Für Hobbies hat sie keine Zeit. Neben ihrem Jurastudium, in das sie sich mehr reinhängt als unbedingt nötig, jobbt sie noch in einer Kanzlei und dass ihre Wohnung immer perfekt aussieht, nimmt natürlich auch Zeit in Anspruch.
Zu ihrer Verbissenheit tragen ihr Chef und ihre Mutter maßgeblich bei. In der Kanzlei wächst allen die Unmenge an Arbeit, die zu erledigen ist, über den Kopf. Dementsprechend genau nimmt es Lenas Chef damit, dass keiner auch nur eine Sekunde seiner Arbeitszeit verschwendet oder eine Minute später mit einer Aufgabe fertig wird als das kleine Zeitfenster, das er seinen Mitarbeitern lässt, vorgibt. Lenas Mutter ist eine Karrierefrau und erwartet so einiges von ihrer Tochter, was sie ihr immer wieder zu spüren gibt. Ihr Vater probiert zwar immer wieder, seine Frau und Tochter runterzubringen, hat aber nicht viel zu sagen.
Als Lena eines Tages nach der Uni in einen Pub geht, weil sie am verhungern ist, trifft sie John. Er hat einen Fussel auf seinem T-Shirt und Lena kann nicht widerstehen, ihn wegzuschnippen. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, kommen ins Gespräch. Nachdem sie sich an mehreren Abenden im Pub wiedergesehen haben, lädt John Lena ein, mit ihm auf einen Roadtrip entlang der Westküste der USA zu kommen. Nach stundenlanger Überzeugungsarbeit lässt sich Lena breitschlagen, ihn eine Woche zu begleiten. Unterwegs bringt John ihr bei, loszulassen.

Genre
Für mich gibt es kein besseres Genre als Dramedy, weil es die Realität am besten wiederspiegelt. Mal passiert etwas Lustiges, das Spaß macht, mal hat man Grund, traurig zu sein. Für Drama sorgt, wie Lenas Chef und ihre Mutter mit ihr umgehen und ein Zusammenbruch unterwegs als Lena erkennt, was aus ihrem Leben geworden ist. Für den Comedy-Part gibt’s unter anderem lustige Momente unterwegs, wenn Lena noch etwas ungeschickt probiert, sich treiben zu lassen, und John vollkommen ausgelassen sagt und tut, wozu er Lust hat.

Darsteller
Jennifer Lawrence als Lena: Wie sie in Silver Linings (hier geht’s zu meiner Rezension) sehr, sehr eindrucksvoll bewiesen hat, kann sie unglaublich authentisch durchgeknallte Personen spielen.
Adam Brody als John: Der bestmögliche Darsteller der besten Figur aller Zeiten (Seth Cohen, O.C. California) ist irgendwie in der Versenkung verschwunden in letzter Zeit. Das muss ein Ende haben. Seine Figur stelle ich mir grob so vor wie die Gastrolle, die er bei „New Girl“ gespielt hat, zumindest mit den Wuschelhaaren :-D.
Benedict Cumberbatch als Lenas Chef: Er kann einfach alles, wie dieses Video beweist. Und wie seine Rolle Sherlock hat Lenas Chef es nicht so mit Empathie und Freundlichkeit.
Meryl Streep als Lenas Mutter: Wer so perfekt die Chefredakteurin eines Modemagazins spielen kann („Der Teufel trägt Prada“), wird in der Rolle der Familienchefin mindestens genauso sehr glänzen.
Robert de Niro als Lenas Vater: Während er in „Man lernt nie aus“ für Jules (Anne Hathaway) der wundervollste Praktikant/Zweitpapa überhaupt war, darf er für Lena den echten Vater spielen.

Musik
Dass ich ein riesen O.C. California-Fan bin, ist nicht nur Seth Cohen zu verdanken, sondern auch Christopher Tyng und Richard Marvin. Ich habe noch nie erlebt, dass jemand es schafft, so tolle und passende Musik zu einer Story auszuwählen, die einen diese noch viel intensiver erleben lässt.

Kamera
Der Film „My Blueberry Nights“ ist inhaltlich eine Katastrophe. Er handelt auch von einem Roadtrip, aber der besteht nur aus zwei komischen Dramen von Personen, die die Hauptperson trifft, und ist schneller vorbei als man verwundert den Kopf schütteln kann. Aber eines muss man dem Film lassen – die Schnittbilder sind klasse, dank Kameramann Darius Khondji. Er hat eine Vorliebe für Nahaufnahmen von Personen und ganz unterschiedliche Perspektiven, zum Beispiel durch eine Überwachungskamera. Das macht den Film besonders und gibt einem immer wieder das Gefühl, das Geschehen und vor allem die Charaktere direkt zu erleben, nicht nur durch eine Kamera.

Regie
Eines der bisher größten Highlights meiner Journalistenlaufbahn war ein Interview mit dem Filmemacher Serdar Dogan. Sein Film „Der 8. Kontinent“, der für Deutschlands größten Film- und Serienpublikumspreis, den Jupiter-Award, nomiert war (Anlass für das Interview), handelt von einer Weltreise. An jedem Drehort – Rom, New York, Rio de Janeiro, Norwegen als Ersatz für die Antarktis, Hongkong, Sydney und Kapstadt – hatten sie zwei Drehtage zur Verfügung. Deshalb traue ich diesem Mann so ziemlich alles zu. Außerdem ist er super nett, kreativ und bodenständig.

Wenn ihr einen Film drehen würdet, wer müsste unbedingt mit von der Partie sein?

Advertisements

3 Gedanken zu „Blogparade eigener Film: Handlung, Darsteller, Genre,…

  1. Pingback: Wie würde dein eigener Film aussehen? – Auswertung meiner Blogparade – Frau Margarete

  2. Ich finde, dein Film hört sich total super an 🙂 Die Story spricht mich auf jeden Fall an und „Dramedy“ mag ich auch richtig gerne. Und du hast Recht, die Musik in The OC war wirklich großartig, also da hast du eine tolle Wahl getroffen. Auch deine Darsteller mag ich total. Nur Jennifer Lawrence bin ich im Moment etwas überdrüssig, aber ich mag sie trotzdem 😉

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s